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Kultur

4711: Wir erzählen die Legende vom Kölnisch Wasser

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4711: Wir erzählen die Legende vom Kölnisch Wasser

Hach 4711, das strenge Wässerchen, das wir so lieben. Wir alle verbinden den Geruch mit Erinnerungen. Wer hat nicht bei den Großeltern mal am Kölnisch Wasser gerochen und sich gefragt, ob das wohl so riechen soll. Ein bisschen was zur Duftnote erklären wir heute und decken zugleich die Legende von 4711 auf.

Wir schreiben das Jahr 1792. Der Kaufmann Wilhelm Mülhens erhält von einem Kartäusermönch die Rezeptur für das sogenannte „Aqua Mirablis“ zur Hochzeit geschenkt. Zugegeben, ein ziemlich kreatives Geschenk. Wilhelm Mülhen, der nach seiner Hochzeit in der Kölner Glockengasse wohnt, verkauft also ab 1799 das „Kölnisch Wasser“ nach der Rezeptur des kreativen Mönches. Es kam die Zeit der französischen Besatzung und das Haus des Kaufmanns erhält die Nummer „4711“. Danach wurde dann später auch das Kölnisch Wasser getauft.

Jetzt kommt der Clue. Das Kölnisch Wasser wurde lange Zeit gar nicht als Parfüm, sondern als „innerlich anzuwendendes Heilmittel“ vertrieben. Als Napoleon Bonaparte allerdings die Offenlegung aller Geheimrezepturen für innerlich anzuwendende Heilmittel fordert, gibt der clevere Wilhelm Mülhen sein Wässerchen als Duftwasser an. So musste er die Rezeptur nicht herausrücken. Bis heute betrachten die Hersteller das Kölnisch Wasser nicht nur als Parfüm, sondern als „Aroma-Therapeutikum“. Denn die ätherischen Öle sollen eine heilsame Wirkung haben.

Besonders nett war Wilhelm Mülhen auch. Denn das Kölnisch Wasser ließ er in der ersten deutschen Rettungsanstalt für Waisenkinder in Düsseltal (ja, richtig gehört) herstellen. So wurde die Anstalt durch Kölnisch Wasser mitfinanziert.


Wer die 4711-Geschichte hautnah erleben möchte, sollte dem 4711-Stammhaus in der Kölner Glockengasse einen Besuch abstatten. Einmal wöchentlich kann man an einer öffentlichen Führung teilnehmen. Und stündlich ist ein schönes Glockenspiel zu hören.

Mehr Infos findet ihr hier.

Titelfoto von Ines Hoffmann.

Quelle: Wikipedia